Praxistest: Canon RF 200–800 mm Supertele – Naturfotografie im Olympiapark

Bei den Glanzlichtern 2025 bzw. den Naturfototagen in Fürstenfeldbruck hatte ich bereits die Gelegenheit, das Canon RF 200-800 mm kurz auszuprobieren. Und ich war sofort begeistert – was dieses Objektiv, das nicht zur High-End-Klasse der Canon Objektive (die weißen L-Objektive) gehört, mit einer solch beeindruckenden Brennweite leistet, hat mich wirklich überrascht.

Erste Eindrücke auf den Naturfototagen

Das Canon RF 200–800 mm wirkte auf den ersten Blick erstaunlich kompakt und handlich. Für ein Zoomobjektiv mit dieser Brennweite hätte ich ein deutlich größeres und schwereres Modell erwartet. Es wiegt „schlanke“ 2050 g und ist nur 31,4 cm lang. Schon bei den ersten Testaufnahmen vor ein paar Wochen fiel mir die Schärfe und Detailtreue auf. Praxistest im Olympiapark

Ganz subjektiver Praxistest des Canon RF 200–800 mm im Olympiapark

Nach dem ersten Ausprobieren wollte ich es dann richtig ernsthaft in der Praxis testen. Also ging es für mich in den Olympiapark – bei traumhaft warmem Abendlicht. Dort entdeckte ich eine Ente, die sich gemütlich auf der Wiese sonnte. Ein perfektes Testmotiv! Alle Bilder, die ihr hier seht, sind ohne Stativ aufgenommen – und trotzdem knackscharf. Das Bokeh im Hintergrund ist wunderbar weich und harmonisch.

Handlichkeit und Reisetauglichkeit

Im Vergleich zu einer festen Brennweite ist dieses Objektiv erstaunlich kompakt und leicht. Sogar im Flugzeug könnte man es problemlos mitnehmen – ideal also auch für die Reisefotografie. In Kombination mit einer sehr guten Kamera wie beispielsweise der Canon EOS R5 oder Canon EOS R7 entstehen hervorragende Bilder. In diesem Fall habe ich die Canon R7 verwendet – eine semi-professionelle APS-C-Kamera, kein Vollformat. Damit wurden aus den 800mm durch den Cropfaktor von 1,6 sogar sensationelle 1280 mm Das Ergebnis? Für mich absolut überzeugend.

Herausforderung beim Augenfokus

Das einzige Problem, das mir aufgefallen ist, betraf den Augenfokus. Die Kamera ließ sich von dem kleinen Loch im Schnabel der Ente irritieren und stellte manchmal darauf scharf, statt auf das Auge. Mit manuellem Fokus ließ sich das jedoch leicht korrigieren. Und das lag auch eher am Motiv und weniger am Objektiv. Also kein Abzug für diese tolle Linse. Insgesamt fokussiert sie aber ein klein wenig langsamer als meine professionellen und damit auch wesentlich teureren L-Objektive. Bei guten Lichtverhältnissen ist es aber absolut ausreichend. Bei sehr schlechten Lichtverhältnissen pumpt das Objektiv etwas und braucht manchmal eine Weile biss es wirklich auf den gewünschten Punkt scharf stellt. Hier sollte man sich möglichst kontrastreiche Bereiche im Bild suchen, das hilft beim Fokussieren.

Mein Fazit zum Canon RF 200–800 mm

Für Naturfotografen ist das Canon RF 200–800 mm eine klare Empfehlung:
• Sehr gute Schärfe
• Feine Detailzeichnung
• Toller Bildstabilisator (auch Freihandfotografie möglich)
• Vergleichsweise kompakt und leicht
• Preislich deutlich unter den High-End-Zoom- und Festbrennweiten

Einziger Nachteil: Bei schlechten Lichtverhältnissen stößt man an Grenzen. Bei 800 mm beträgt die größte Blendenöffnung f/9, sodass man den ISO-Wert dann entsprechend hoch wählen muss. Trotzdem: Bei gutem Licht ein absolut sensationelles Objektiv!

Wer mehr wissen will über dieses tolle Objektiv findet auf der Canon Website alle Details und Infos.

Noch mehr Natur- und Wildlife-Aufnahmen gibt es unter: Naturfotos & Wildlife-Fotos Marion Hogl.

0 comments
Add a comment...

Your email is never published or shared. Required fields are marked *

    Kontaktieren Sie mich!

    +49 89 579 67 596 oder

    +49 172 88 30334

    info@seh-stern.com

    Seh-Stern Fine Art Fotografie Facebook
    Seh-Stern Fine Art Fotografie Instagram
    Seh-Stern Fine Art Fotografie Pinterest
    Cookie Consent mit Real Cookie Banner